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Schrödingers Katze in der Dusche

vom 08.02.2012

Wissenschaftsjournalismus in der Kausalitätskrise: Katzen im Stress

Der Kampf gegen die Korrelationsignoranz geht weiter. Stellen Sie sich folgendes Experiment vor (bei Ihnen bleibt es bei der Vorstellung, Wissenschaftler an Hochschulen machen das "live" mit unseren Steuergeldern und fremden Tieren):

Sie sperren Ihre Katze in eine kleine Box. Das gleiche machen Sie mit der Katze Ihres Nachbarn. Beide Boxen stellen Sie in die Dusche und duschen Sie beide Katzen mit lauwarmem Wasser. (Kaltes Wasser bitte vermeiden, die Tiere sollen ja nicht unnötig leiden (O-Ton der Wissenschaftler)). Sie stellen fest: Ihre Katze miaut vernehmlich, die Katze Ihres Nachbarn dreht sich in der Box mehrmals hin und her.

Nach Abschluss der Dusche messen Sie bei beiden Katzen den Ausstoss an Stresshormonen und stellen fest: Ihre Katze hat deutlich mehr dieser Hormone ausgeschüttet als die Ihres Nachbarn. Und jetzt: Was ist die logische, kausale Schlussfolgerung des Experiments und der Messergebnisse?

Richtig. Keine! Es gibt keine Schlussfolgerung im kausalen Sinn. Und was ist die Schlussfolgerung der Wissenschaft: Bewegung bedingt Stressreduktion. Da fragt sich der erstaunte Zuhörer "Häähhh"???

Wir gratulieren der empirischen Verhaltensforschung zu den herausragenden Ergebnissen. Jagt sie zum Teufel und gebt uns unser Geld zurück!

(Zu hören Mittwoch, 8. Februar in Deutschlandradio Kultur)



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