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Fichtens Beugung

vom 08.10.2007



Es war ungewöhnlich. Sollte die Fichte in eine Form gebracht werden, die Elfriede würdig war. Sie stand nicht aufrecht, sie schrie nach Formung. Ächzte nach sägen, zieselieren, schmücken, hobeln, rubbeln, abschälen, schnitzen, runden, zurren, stechen, beugen, spreizen, drängen, dengeln. Jedewede Form der Anpassung schien passend, war passend.

Elfriede war vorsichtig, ängstlich, zögernd, manchmal frech, oft unerreichbar, aber genauso drängend, fordernd, bestimmend. Sie wusste, dass die Formung Brigitte würde ausstechen können, es gab keinen Neid mehr. Vorsichtig versuchte sie sich. Nahm sich zurück. "Ich weiß es nicht, ich kann es nicht. Es ist gefährlich": Sagte sie, dachte sie, wusste sie. Sie hatte keine Gedanken mehr, manchmal getrieben davon, Fichte mit einem Seil bei Wind in eine Richtung zu drehen, so dass alle es sehen konnten. War Fichte nicht gestaltet, konnte nicht jeder sehen, dass die Bräune der Rinde künstlich und Säfte des Harz umso intensiver dufteten. Nein, niemand konnte es sehen. Also musste sie selbst es anschauen, sie wollte Fichte lehren, in die Richtung zu zeigen, in der alle sahen. Es war nicht vergeblich!



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