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Einkaufen mit der Lohnsteuerkarte

vom 21.12.2005

Machen Sie sich auf was gefasst: Bald müssen Sie an der Aldi Kasse Ihre Lohnsteuerkarte vorlegen

Einkommensabhängige Preise setzen sich in Deutschland durch. Wurden bisher nur Brillengestelle, Ersatzzähne, Strassen oder Schulbücher nach Einkommen tarifiert, schlagen wir vor, jetzt auch den Rest des gesamten Preisspektrums für Güter jeder Art einkommensabhängig zu gestalten.

Aus Gründen der sozialen Gerechtigkeit, eines Begriffs, dessen sich die Linke ohne Widerstand bürgerlicher Kräfte vollständig bemächtigt hat, liegt dieser Gedanke als konsequente Fortführung der Verbannung von "Flat Tax" nahe. Warum soll ein Bürger nur dem Staat gegenüber die gleiche Leistung unterschiedlich bezahlen. Aldi könnte doch so für den Champagner von alleinstehenden Besserverdienern mit Steuerklasse eins viel mehr verlangen als von der vierköpfigen Familie mit geringem Einkommen.

Der Gedanke ließe sich fortsetzen: Der neue Opel Astra ist unter Kaufkraftaspekten dann für einen Chefarzt ungefähr so teuer wie vorher ein Bentley Continental GT. Das wird zwar Bentley nicht stören, aber die Arbeiter von Opel freuen. Oder so ähnlich.

Auch moderne Wirtschaftswissenschaftler schaffen es offenbar nicht, Steuermodelle flächendeckend auf einer nach Pisa verdummten Fläche wie der Bundesrepublik zu erklären oder gar Alternativen durchzusetzen. Ohne Not läßt sich sogar der einkommensstarke Mittelstand von Kollegen der Gewerkschaften ins Boxhorn jagen. Unser Schulen haben eine Menge zu tun.



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