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Ablasshandel könnte Ideenwelt der Umweltsteuern katalysieren

vom 18.07.2019

Im Mittelalter waren Mächtige deutlich kreativere Molkereien der Mittelschicht.....

Die derzeitige Diskussion über Ausprägung und Höhe möglicher Steuern auf Umweltbelastung sind Kinderkram im Vergleich zu dem, was im Mittelalter gefordert wurde, wenn es darum ging, Zukunftsängste durch Geldzahlung zu mildern.

Bisher werden in der Bundesregierung nur Zahlungen von Unternehmen auf zukünftige Emissionen diskutiert. Nach Auskunft von heise (https://www.heise.de/tp/features/Die-Zwickmuehle-der-CO2-Steuer-4473961.html) sind gerade ca. 180 EUR pro Tonne C02 im Gespräch.

Das ist natürlich nichts im Vergleich zu dem, was man mit ein paar Ideen aus dem Mittelalter an Einnahmen generieren könnte. Wie wäre es z.B mit Zahlungen auf Emissionen in der Vergangenheit. Im Mittelalter wurde Ablass nicht nur für Lebende gewährt. Man konnte lange Verstorbene von deren Sünden freikaufen und zwar pauschal, von allen Sünden. Der "Deal" erfolgte schriftlich, die Nachwelt erhielt ein Zertifikat, in dem die posthume Absolution mit päpstlichem Segen versichert wurde. Das öffnet einen wahrhaft weiten Zeitraum, aus dem sich Ablass kassieren lässt.

Man könnte auch Solidarbeitrag missliebiger Industriezweige wie XYZ (hier bitte die Branche Ihrer Wahl eintragen) auf Gewinne fordern, die durch den Verbrauch von Energien irgendeiner Art entstanden sind.

Die Mechanik ist auf jeden Fall wirksam: Nimm als Mächtiger Ängste, die vom zahlungskräftigen Teil des Volkes geäußert werden, verstärke diese dadurch, dass Du persönliches Verständnis zeigst und daraus politische Programmatik ableitest. Anschließend bietest Du als Lösung an, dass durch erhöhte Zahlungen mit allen Kräften an einer Besänftigung des Angstgegenstandes gearbeitet wird. Verwende die zusätzlichen Einnahmen für einen Zweck deiner Wahl, idealerweise zur Stabilisierung der eigenen Machtposition.

Hier die Anleitung zur Stabilisierung der eigenen Position: https://www.leben-im-mittelalter.net/wissenswertes/178-klingelnde-kassen-durch-den-ablasshandel.html



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